Geschichte der Chemie
Die ersten chemischen Reaktionen wurden bereits durch den Homo erectus vor knapp 800.000 Jahren eingesetzt, indem sie Holz mit Sauerstoff reagieren ließen, wodurch Feuer als Begleiterscheinung entsteht. Als die Menschen am Ende Steinzeit begannen Kleider zu färben, Bier zu brauen, oder Metalle wie Eisen oder Kupfer aus ihren Erzen zu erzeugen hatten sie jedoch noch keinerlei Erkenntnisse von den chemischen Vorgängen, weshalb diese Reaktionen nur auf, in Experimenten gewonnen, Erfahrungen basierte.
Im Mittelalter entwickelte sich die Alchemie. Die in der Alchemie gültigen Theorien wurden wiederum durch Experimente gestützt, aber auch Kenntnisse aus der Astrologie und aus dem damaligen Weltverständnis wurden Schlüsse gezogen. Es kam auch zu kleinen wissenschaftlichen Errungenschaften wie die Isolierung des Elements Arsen (ein Edelgas). Die Ziele der Alchemie, der Fund des Steins der Weisen, des Lebenselixiers, oder die Schaffung von Gold aus anderen Stoffen gelangen jedoch nicht. Das Element Phosphor wurde entdeckt oder auch die europäische Entsprechung zum chinesischen Porzellan wurde 1708 entdeckt.
Als ab dem 16. Jhdt. die Pharmazie, das Herstellen von Arzneien, immer wichtiger in der praktischen Chemie wurde, entwickelten sich auch heute noch immer wichtige chemische Laboratorien wie beispielsweise Mörser, Spatel, Destillationsapparate. Agricola schrieb ein Werk über die Metallurgie, welches lange Zeit ein Standardwerk der Analytische Chemie war.
Lavoisier gelang es schließlich im 18. Jhdt. erkannte, dass Verbrennungen immer eine Oxidation darstellen und schuf somit die Grundlage zur Entdeckung andere chemischer Grundgesetze. John Dalton berechnete die Gewichte der Atome. Der Chemiker Berzelius entdeckte zahlreiche Atome und gab diesen auch die heute noch gültigen Abkürzungen und arbeitete an Begrifflichkeiten der organischen Chemie (zum Beispiel Isomerie), seinem Schüler Wöhler gelang die Synthese von Harnstoff. Von nun an war neben der anorganischen Chemie auch die organische Chemie ein wichtiges Forschungsgebiet. In den folgenden Jahren wurden verschiedene Düngermittel, der Pionier der Agrarchemie stellte dabei Justus von Liebig dar.
Von nun an war der Fortschritt der chemischen Industrie nicht mehr zu stoppen. Heute macht der Anteil der chemischen Industrie 10 Prozent des BIP aus.